
GTEV D´lustigen
Wildenwarter
Geschichte des Trachtenvereins
1897 wurde der erste Wildenwarter
Trachtenverein gegründet, das Vereinslokal war beim Wirt in
Prutdorf. Nach kurzer Zeit erfolgte der Umzug nach Atzing in die
dortige Wirtschaft.
Am 15./16. August 1903 während dem Gaufest,
wurde nach einem Streit von den südlichen Wildenwartern ein
neuer Verein gegründet. Da die Vereinsfahne bei den
"Draußdern" geblieben war, wurde bis 1907 gespart und
mit Hilfe der Bergener die neue Fahne enthüllt werden.
![]() Urkunde 1906 Salzburg |
![]() Der Verein 1907 |
1. Weltkrieg, während dieser
Zeit erlosch das Vereinsleben fast vollständig.
1920 feierte König Ludwig III. seinen Namenstag
in Wildenwart, auch der Trachtenverein war zu diesem Ereignis
geladen und verschönte den Tag mit Schuhplattlern und
Trachtentänzen.
1928 feierte der Verein sein 25 jährigen
Jubuläum, dazu wurde die fahne renoviert und in der
Schloßkapelle neu geweiht.
1931 schließen sich die Wildenwarter dem damals
neuen Chiemgau-Alpen-Verband an
1938 Ende diesen Jahres, drohte dem Verein wie
vielen anderen die Auflösung, wenn sich kein Parteigenosse für
die vereinsführung bereiterklären würde. Bonavent Reiter
stellte sich zur Verfügung. Das folgende Jahr sieht noch einmal
ein lustiges Dirndlkranzl und dann ziehen die dunklen Wolken des
Krieges herauf: die letzte Eintragung des Schriftführers Martin
Rieder lautet: "Trachten ball festgesetzt auf den 27.8.39
konnte nicht mehr durchgeführt werden, wegen des bevorstehenden
Krieges."
2. Weltkrieg Das Vereinsleben kommt während des
Krieges zum Erliegen, sind doch die meisten Männer eingerückt.
Zwölf Vereinsmitglieder kehren nicht mehr in die heimat zurück,
als 1945 die Waffen schweigen.
September 1945 finden sich unter Leitung von
Johann Rinser ein Ausschuß zusammen um einen Neuanfang zu wagen.
Im Oktober des selben Jahres findet ein Kathreinstanz statt und
die Theatergruppe spielt zu Weihnachten wieder das erste mal.
1946 Fahnenweihe in Eisenärtzt
1949 findet ein großer Heimatabend statt,
dessen Erlöß für die Wiederbeschaffung der im Kriege
eingeschmolzenen Glocken an die Kirchenverwaltung geht.
1952 erhält Wildenwart mit 84 Mann, der
Musikkapelle Riedering und einem Festwagen den Meistpreis beim
Gaufest in Hittenkirchen.
1953 Aus Anlaß des 50 jährigen Bestehens kann
das Gaufest des Chiemgau-Alpenverbandes ausgerichtet werden. 32
Vereine, 6 Musikkapellen und drei Festwägen nehmen am Festzug
teil.
1955 wird der Erlöß der
Christbaumversteigerung der entstehenden Blaskapelle zur
verfügung gestellt.
1956 spielt die Musikkapelle dann zum ersten Mal
auf dem Weg zum Kriegerdenkmal und zur Gedenkfeier für den
Verein.
1957 wird die Jugendgruppe des Vereins ins Leben
gerufen.
1960 Als noch kaum ein anderer Verein etwas mit
dem neuaufkommenden Begriff "Volkstanz" und der Pflege
der althergebrachten Tänze anfangen kann, schliessen sich 1960
auf Betreiben der Wildenwarter die Vereine von Wildenwart,
Frasdorf, Atzing, Greimharting und Hittenkirchen zusammen, um das
alte Tanzgut zu erlernen. Zur Leitung des Tanzkurses wird
Oberforstmeister Georg von Kaufmann aus Unken gewonnen. Beim
Abschlußball sind der gesamte Gauausschuß, Wastl Fanderl und
viele Ehrengäste anwesen und zollen den Bemühungen des vereins
ihr Lob.
1964 wird erstmals bei der Schloßbrücke ein
Maibaum aufgestellt, der 30m hohe Baum wurde nicht gestohlen und
von den Wildenwartern alleine bei strömenden Regen aufgestellt.
1972 bei den XX. Olympischen Spielen in München
sind bei der Eröffnungs- und Schlußfeier auch die Chiemgauer
Trachtler und bei Ihnen einige Wildenwarter Dirndl und Buam
vertreten.
1973 wird anläßlich des 70. Gründungsfestes
und des Gaufestes eine neue Fahne geweiht. Die Fahne zeigt ein
Bildnis König Ludwig II. und auf der Rückseite ein Trachtenpaar
vor der Kulisse der Kampenwand, sowie Schloß und Kirche von
Wildenwart.
![]() |
![]() Die neue Fahne 1973 |
1977 stirbt im Alter von 91
Jahren I.K.H. Prinzessin Helmtrud von Bayern die große Gönnerin
des Vereins. Auf ihren Wunsch hin wird sie von Trachtlern zu Grab
getragen und auf dem Wildenwarter Friedhof, inmitten der Gemeinde
beerdigt. Prinzessin Helmtrud förderte die Ziele der
Trachtenarbeit Zeit Ihres Lebens und unterstützte den Verein wo
immer es ging.
1983 sind die Wildenwarter in München beim
Jahrhundertfest zum 100 jährigen Bestehen der Trachtenbewegung
mit dabei, im gleichen Jahr feiert der Verein mit den Freunden
sein 80jährigen Gründungsfest in einem kleinen Zelt am
Schloßpark.
1988 ist eine Fahnenabordnung mit dabei, als
Vereine aus ganz Bayern am 7. Oktober in der Münchner
Ludwigsstrasse Spalier für den verstorbenen Ministerpräsidenten
Franz Josef Strauß bilden.
1990 räumen die Trachtler zusammen mit den
anderen Ortsvereinen nach den verheerenden Winterstürmen in den
Wäldern von Wildenwart und speziell im Bereich des Schloßguts
auf. Für diesen unentgeltlichen Einsatz lädt Herzog Max in
Bayern ins Bräustübl nach Tegernsee.
1993 erhält der Trachtenverein zum vierten Mal nach 1953, 1964
und 1973 die Erlaubnis das Gaufest auszurichten.
Treu dem alten Brauch
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