GTEV D´lustigen Wildenwarter


Festwoche in Wildenwart
zum 100jährigen Jubiläum
vom 26.Juni bis 6.Juli 2003


Geschichte des Trachtenvereins

1897 wurde der erste Wildenwarter Trachtenverein gegründet, das Vereinslokal war beim Wirt in Prutdorf. Nach kurzer Zeit erfolgte der Umzug nach Atzing in die dortige Wirtschaft.
Am 15./16. August 1903 während dem Gaufest, wurde nach einem Streit von den südlichen Wildenwartern ein neuer Verein gegründet. Da die Vereinsfahne bei den "Draußdern" geblieben war, wurde bis 1907 gespart und mit Hilfe der Bergener die neue Fahne enthüllt werden.

Urkunde zu Salzburg
Urkunde 1906 Salzburg
Der Verein 1907
Der Verein 1907

1. Weltkrieg, während dieser Zeit erlosch das Vereinsleben fast vollständig.
1920 feierte König Ludwig III. seinen Namenstag in Wildenwart, auch der Trachtenverein war zu diesem Ereignis geladen und verschönte den Tag mit Schuhplattlern und Trachtentänzen.
1928 feierte der Verein sein 25 jährigen Jubuläum, dazu wurde die fahne renoviert und in der Schloßkapelle neu geweiht.
1931 schließen sich die Wildenwarter dem damals neuen Chiemgau-Alpen-Verband an
1938 Ende diesen Jahres, drohte dem Verein wie vielen anderen die Auflösung, wenn sich kein Parteigenosse für die vereinsführung bereiterklären würde. Bonavent Reiter stellte sich zur Verfügung. Das folgende Jahr sieht noch einmal ein lustiges Dirndlkranzl und dann ziehen die dunklen Wolken des Krieges herauf: die letzte Eintragung des Schriftführers Martin Rieder lautet: "Trachten ball festgesetzt auf den 27.8.39 konnte nicht mehr durchgeführt werden, wegen des bevorstehenden Krieges."
2. Weltkrieg Das Vereinsleben kommt während des Krieges zum Erliegen, sind doch die meisten Männer eingerückt. Zwölf Vereinsmitglieder kehren nicht mehr in die heimat zurück, als 1945 die Waffen schweigen.
September 1945 finden sich unter Leitung von Johann Rinser ein Ausschuß zusammen um einen Neuanfang zu wagen. Im Oktober des selben Jahres findet ein Kathreinstanz statt und die Theatergruppe spielt zu Weihnachten wieder das erste mal.
1946 Fahnenweihe in Eisenärtzt
1949 findet ein großer Heimatabend statt, dessen Erlöß für die Wiederbeschaffung der im Kriege eingeschmolzenen Glocken an die Kirchenverwaltung geht.
1952 erhält Wildenwart mit 84 Mann, der Musikkapelle Riedering und einem Festwagen den Meistpreis beim Gaufest in Hittenkirchen.
1953 Aus Anlaß des 50 jährigen Bestehens kann das Gaufest des Chiemgau-Alpenverbandes ausgerichtet werden. 32 Vereine, 6 Musikkapellen und drei Festwägen nehmen am Festzug teil.
1955 wird der Erlöß der Christbaumversteigerung der entstehenden Blaskapelle zur verfügung gestellt.
1956 spielt die Musikkapelle dann zum ersten Mal auf dem Weg zum Kriegerdenkmal und zur Gedenkfeier für den Verein.
1957 wird die Jugendgruppe des Vereins ins Leben gerufen.
1960 Als noch kaum ein anderer Verein etwas mit dem neuaufkommenden Begriff "Volkstanz" und der Pflege der althergebrachten Tänze anfangen kann, schliessen sich 1960 auf Betreiben der Wildenwarter die Vereine von Wildenwart, Frasdorf, Atzing, Greimharting und Hittenkirchen zusammen, um das alte Tanzgut zu erlernen. Zur Leitung des Tanzkurses wird Oberforstmeister Georg von Kaufmann aus Unken gewonnen. Beim Abschlußball sind der gesamte Gauausschuß, Wastl Fanderl und viele Ehrengäste anwesen und zollen den Bemühungen des vereins ihr Lob.
1964 wird erstmals bei der Schloßbrücke ein Maibaum aufgestellt, der 30m hohe Baum wurde nicht gestohlen und von den Wildenwartern alleine bei strömenden Regen aufgestellt.
1972 bei den XX. Olympischen Spielen in München sind bei der Eröffnungs- und Schlußfeier auch die Chiemgauer Trachtler und bei Ihnen einige Wildenwarter Dirndl und Buam vertreten.
1973 wird anläßlich des 70. Gründungsfestes und des Gaufestes eine neue Fahne geweiht. Die Fahne zeigt ein Bildnis König Ludwig II. und auf der Rückseite ein Trachtenpaar vor der Kulisse der Kampenwand, sowie Schloß und Kirche von Wildenwart.



Die neue Fahne 1973

1977 stirbt im Alter von 91 Jahren I.K.H. Prinzessin Helmtrud von Bayern die große Gönnerin des Vereins. Auf ihren Wunsch hin wird sie von Trachtlern zu Grab getragen und auf dem Wildenwarter Friedhof, inmitten der Gemeinde beerdigt. Prinzessin Helmtrud förderte die Ziele der Trachtenarbeit Zeit Ihres Lebens und unterstützte den Verein wo immer es ging.
1983 sind die Wildenwarter in München beim Jahrhundertfest zum 100 jährigen Bestehen der Trachtenbewegung mit dabei, im gleichen Jahr feiert der Verein mit den Freunden sein 80jährigen Gründungsfest in einem kleinen Zelt am Schloßpark.
1988 ist eine Fahnenabordnung mit dabei, als Vereine aus ganz Bayern am 7. Oktober in der Münchner Ludwigsstrasse Spalier für den verstorbenen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß bilden.
1990 räumen die Trachtler zusammen mit den anderen Ortsvereinen nach den verheerenden Winterstürmen in den Wäldern von Wildenwart und speziell im Bereich des Schloßguts auf. Für diesen unentgeltlichen Einsatz lädt Herzog Max in Bayern ins Bräustübl nach Tegernsee.
1993 erhält der Trachtenverein zum vierten Mal nach 1953, 1964 und 1973 die Erlaubnis das Gaufest auszurichten.

Treu dem alten Brauch

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